Diskussion  |  Schauspiel
Tauwetter
Eine Klimakonferenz
abgesagt20.11.2020-21.11.2020
Theater im KunstQuartier | Paris-Lodron-Straße 2a | 5020 Salzburg
Theatrum | Universität Mozarteum | Paris-Lodron-Straße 9 | 5020 Salzburg
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Eine Veranstaltung von: Department Schauspiel/Regie - Thomas Bernhard Institut
Wie kann man künstlerisch auf den Klimawandel reagieren? Wie kann die Universität Mozarteum als Kunsthochschule etwas zu einer mutigeren Klimapolitik beitragen? Diesen Themen stellt sich das Thomas Bernhard Institut und überprüft ganz konkret, wie man aktiv werden kann. In vielen künstlerischen Beiträgen wird das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt – inklusive des konkreten Mottos: „Practice what you preach“. Mit drei Inszenierungen, die nachhaltig produziert werden, sowie weiteren künstlerischen Interventionen der Schauspiel- und Regiestudierenden und einer Diskussionsveranstaltung startet das Klima-Wochenende im Theater im KunstQuartier.
DISKUSSIONSVERANSTALTUNG
Fr, 20.11., 14.00 Uhr, TiKQ

Programm:
- Keynote von Iphigenia Taxopoulou (Generalsekretärin mitos21): „What can art do“
- Susanne Felicitas Wolf (Libretto) und Bartolo Musil (Komposition) geben einen Kurzeinblick in eine entstehende „Kinderoper“ zum Thema
- Künstlerische Beiträge von und mit den Schauspiel-Studierenden Abenaa Prempeh und Mila Suttree
- Künstlerische Interventionen in und um die Klimakonferenz herum von den Regie-Studierenden Hannah Bader, Ebru Tartici Borchers, Joachim Gottfried Goller, Verena Holztrattner, Lea Oltmanns und Marion Weber (Anleitung: Nicola Bramkamp)

Zum Thema „Arts, Education and the Climate Crisis – a leading role to play” diskutieren Elisabeth Gutjahr (Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg), Andreas Wanke (Leiter und Koordinator der Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Energie, Freie Universität Berlin) und weitere Gäste. Moderation: Nicola Bramkamp (Künstlerische Leiterin „Save the World“)


„VOLKSFEINDIN“
Ausschnitte aus „VolksfeindforFuture“ von Lothar Kittstein sowie
Passagen aus „Die Zukunft reicht uns nicht“ von Thomas Köck
Fr, 20.11., 16.00 Uhr, Sa, 21.11., 18.00 Uhr, Probebühne 2, Theatrum (3. Stock)

Regie: Heike Frank
Mit Nikita Buldyrski, Carl Herten, Laura Kuhr, Philippa Rupperti, Imke Siebert

Klimawandel ist das Thema der Stunde. Doch so simpel die Diagnose, so kompliziert scheint die Lösung. Den zähen Konflikt zwischen moralischen und monetären Aspekten beschreibt auch Henrik Ibsen, dessen „Volksfeind“-Drama der heutigen Diskussion um die Durchsetzbarkeit von dringend notwendigen Umweltschutzmaßnahmen in nichts nachsteht. Autor Lothar Kittstein hat eine Überschreibung des Umweltklassikers unternommen und wirft einen Blick auf das komplizierte Verhältnis von Klimakrise, Widerstand und Verteidigung des Status quo. Regisseurin Heike Frank kombiniert den Text mit Passagen aus Thomas Köcks „Die Zukunft reicht uns nicht“.


„DIES IRAE AD LIBITUM“
Ein Stück basierend auf einer Textcollage nach biblischen Motiven
Fr, 20.11., 18.00 Uhr, Sa, 21.11., 16.00 Uhr, Probebühne 1, Theatrum (3. Stock)

Regie: Alia Luque
Mit Behrad Beh Nezhad, Alaaeldin Dyab, Linda Kummer, Anna Stein, Tristan Taubert

Ausgehend von der biblischen Schöpfungsgeschichte machen sich Regisseurin Alia Luque und ihr Ensemble auf die Suche nach dem Ursprung der Klimakrise. Ist die Grundidee Gottes, sich die Erde untertan zu machen, nicht Auslöser allen Übels? Welche Erzählungen haben für uns eine Relevanz? Reizt uns das Phantasiebild einer Katastrophe so sehr, dass wir vielleicht sogar immun sind für andere Narrative? Mit philosophischen Texten bewaffnet, befragt das Ensemble unsere Gegenwart und holt sich argumentative Schützenhilfe von den großen Denkerinnen und Denkern unserer Zeit.


„PRINZIP ARCHE“
Uraufführung von Ulrike Müller
Fr, 20.11. und Sa, 21.11., jeweils 20.00 Uhr, TiKQ

Regie: Amélie Niermeyer, Peter Kastenmüller
Mit Raban Bieling, Carolina Braun, Tim Bülow, Yeji Cho, Christine Grant, Salome Kießling, Maren Solty, Darios Vaysi, Lukas Vogelsang, Rachid Zinaladin

In „Prinzip Arche“ sind die Polkappen längst abgeschmolzen, Täler überflutet, Großstädte evakuiert. Nach drei Jahren Dauerregen reagiert die Politik endlich. Aber nicht, um die Klimakatastrophe abzuwenden, sondern um die Zeit „danach“ zu organisieren. In einer konzertierten, transnationalen Aktion wird eine Arche gebaut, die das Überleben der Menschheit sichern soll. Für einen Platz darauf kann sich bewerben, wer jung ist und per Losverfahren vorausgewählt wurde. Das Stück ist ein Auftragswerk der Universität Mozarteum Salzburg und gewann 2019 einen hochdotierten Dramenwettbewerb in Hamburg.
Eintritt zu allen Veranstaltungen frei – keine Reservierungen.
Zählkarten ausschließlich an der Tages- und Abendkasse erhältlich!
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