Konzert
Bloomsday 2021
Konzert mit neuen Werken zu James Joyce gespielt vom Gunnar Berg Ensemble
16.06.2021|18:00
Solitär | Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg
event gallery
Eine Veranstaltung von: Institut für Neue Musik
Programm:
Kapitel 1-3
Marco Döttlinger „in between II“ für Alt-Flöte, Violoncello und Gitarre
Kapitel 4-6
Agustín Castilla-Ávila „Oxen of the Sun“ für Violoncello und Gitarre
Kapitel 7-9
Julia Deppert-Lang „mittags“ für Gesang, Violoncello und Gitarre
Kapitel 10-12
Reinhard Febel „Irrfelsen“ für Violoncello solo
Kapitel 13-15
Chaoming Tung „Traumspiel“ für Flöte und Gitarre
Kapitel 16-18
Per Dybro Sørensen „Yes!“ für Flöte, Gitarre und Violoncello

In Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg und der Salzburger Gesellschaft für Musik
James Joyce (1882-1941) beschreibt in seinem Roman „Ulysses“ – erstmals erschienen 1922 – einen Tag, nämlich den 16. Juni 1904, im Leben von Leopold Bloom, irischer Anzeigenakquisiteur jüdischer Abstammung bei einer Dubliner Tageszeitung. In Anlehnung an Homers Irrfahrten des Helden Odysseus lässt der irische Schriftsteller in 18 Episoden die Leser*innen an den (Irr)Gängen seines Antihelden durch Dublin teilhaben. Dabei schildert Joyce nicht nur äußere Geschehnisse, sondern die Gedanken seiner Protagonisten, ihre Assoziationen, Erinnerungen, Vorstellungen.

Seit den 1950er Jahren findet jährlich am 16. Juni der BLOOMSDAY statt, ein Gedenktag, der sich auf die Hauptfigur des Romans bezieht – in Dublin im Status eines Feiertags, jedenfalls weltweit der einzige Tag, der einem Roman gewidmet ist. Seit etlichen Jahren wird auch in Salzburg ein „Bloomsday“ begangen: mit neuer Musik und neuen Texten, heuer sind es Kommentare des österreichischen Autors und Joyce-Kenners Kurt Palm.

2021 sind neue Kompositionen zu hören, die sich auf Teile des „Ulysses“ beziehen – instrumental bzw. mit Gesang. Bei der Aufführung sollen die musikalischen Teile chronologisch gespielt werden, dazu kommentiert Kurt Palm, um dem Publikum einen Einblick in den Roman zu vermitteln. Sechs Komponist*innen setzen sich mit dem Stoff auseinander, vier von ihnen leben in Salzburg oder haben einen Bezug zur Stadt. Musikalisch interpretiert werden die Stücke vom Gunnar Berg Ensemble Salzburg: Aleksandra Lampert-Raschké (Sopran), Ahran Kim (Flöte), Kaori Yamagami (Violoncello) und Yvonne Zehner (Gitarre).

Das Gunnar Berg Ensemble wurde 2008 von Salzburg aus in Zusammenarbeit mit der Gunnar Berg Stiftung in Kopenhagen gegründet. Gunnar Berg (1909 – 1959) war der erste dodekaphonische dänische Komponist und lebte die meiste Zeit in der Schweiz, war aber in den 50er Jahren einige Male in Salzburg und hat hier im Schloss Leopoldskron ein kleines Stück für Flöte solo geschrieben. Das Ensemble besteht aus einer variablen Besetzung, gegründet vom Komponisten und Dirigenten Klaus Ager und der Gitarristin Yvonne Zehner. Projektbezogen wird es um verschiedene Instrumente erweitert. Es ist seit seiner Gründung in Salzburg stationiert.
Eintritt frei!
Reservierungen gerne an: karten@moz.ac.at
LogoLogo